Geschichtliche Zusammenhänge ...
 
 
Die Abtei de la Fille-Dieu liegt im Osten von Romont, am Fusse des Hügels, der dem Städtchen den Namen gab. Tatsächlich ist der Name vom Latein ‚rondum mons' abgeleitet und bedeutet ‚mont arrondi'. Romont wurde 1239-40 durch Pierre de Savoie gegründet.
 
Als im Jahre 1536 die Berner das Wadtland eroberten, musste sich Romont Fribourg anschliessen, um der Bevormundung Berns, sowie der reformatorischen Bewegung, die damit verbunden war, zu entgehen.
 
Heute ist die Stadt Bezirkshauptort der Glâne und zählt ungefähr 4000 Einwohner. Sie liegt auf 764 Höhenmetern.
 
 
 
 
 
Gründung und Entwicklung des Konvents

Ahnten Juliette, Pernette und Cécile, die drei jungen Frauen der Umgebung, die sich entschlossen hatten, sich durch ein gemeinschaftliches Leben in Gebet und Arbeit, Gott zu weihen, dass sie den ersten Stein eines Klosters legen würden, das heute mehr als sieben Jahrhunderte überdauert?

Die älteste Chronik die uns erhalten blieb und sich auf die Kloster - geschichte bezieht, ist von 1268 datiert. Der Bischof von Lausanne bemächtigt darin Juliette de Villa (1305 gestorben) und ihre Gefährtinnen ein Kloster zu gründen und gibt ihm den Namen Fille-Dieu.
Die Konstruktionsarbeiten begannen noch im selben Jahr.
Unter den bedeutendsten Wohltätern des Klosters nennen wir hier den Ritter Conon (1326 gestorben), Herr von Villa (Villaz-St. Pierre), der Bruder von Juliette, Pernette et Cécile.

 

 
Am 10. April 1346 wurde die Kirche eingeweiht.

Von Anfang an lebten die Schwestern unter der Regel des HI. Benedikt und nach den zisterziensischen Bräuchen.
Die Anerkennung des Hauses, als dem Orden von Cîteaux zugehörig, zeigt sich schon im
Jahre 1271, in einem Verkaufsvertrag von Ländereien. Es ist allerdings schwierig festzustellen, wann dieses Priorat dem Orden wirklich eingegliedert wurde, bestimmt aber vor 1350. In diesem Jahr wurde das Haus zum Rang einer Abtei erhoben.

 
AIm 14. Jahrhundert konnte sich die Abtei eines gewissen wirtschaftlichen Wohlstands erfreuen. Die Ausdehnung wurde vor allem durch Schenkungen von Ländereien möglich.
Das 15. Jahrhundert dagegen war unerbittlich. Einige Hausteile wurden zu Ruinen und es fehlte an Geld, um den Unterhalt der Schwestern zu gewährleisten.
Anlässlich des Burgunderkrieges (1476/77) zwischen Karl dem Kühnen und den
Eidgenossen und ihren Verbündeten, wurden die Klostergebäude heftig beschädigt und die Kirche durch die Soldaten geschändet.
 
AIn der Mitte des 16. J.H., zählte man zwischen 12 und 16 Chorschwestern. Der Abtei gelang es in dieser Zeit ihre wirtschaftliche Situation zu festigen, doch zeigte sich ein Nachlassen der klösterlichen Disziplin. Nach der Errungenschaft und in Folge der Reformation des Wadtlandes durch die Berner im Jahre 1536, wurden die Klöster dieser Gebiete verstaatlicht (Übergang der kirchlichen Güter an Laien).
 
Wappen der Herren des Wadtlandes
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Gemeinschaft
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